Transparenz und Orientierung für Familien

Vor dem Beginn einer pferdegestützten Intervention tauchen verständlicherweise viele Fragen auf. Als spezialisierte Fachpraxis für reizreduzierte pädagogische Förderung und emotionale Regulation in Riedmoos bei Unterschleißheim legen wir großen Wert auf Verlässlichkeit, Klarheit und eine ruhige Atmosphäre. Hier finden Eltern, Angehörige und Fachkräfte alle wichtigen Antworten zu Voraussetzungen, Ablauf und Finanzierung.

Häufig gestellte Fragen

Jedes Kind bringt seine ganz eigene Geschichte mit. Ob ADHS, Autismus-Spektrum, Regulationsstörungen oder Schulangst: Unsere 1:1-Settings nach dem Prinzip der „Stillen Wahrnehmung“ bieten einen geschützten Raum fernab von Reizüberflutung und Leistungsdruck.

Muss mein Kind schon reiten können oder Vorerfahrung mitbringen?

Nein, es sind absolut keine Vorerfahrungen mit Pferden oder reiterliche Kenntnisse notwendig. Wir arbeiten komplett ohne Leistungsdruck und holen Ihr Kind genau dort ab, wo es aktuell steht. Der Beziehungsaufbau zu unserem Mini-Tinker erfolgt behutsam, sicher und im individuellen Tempo Ihres Kindes.

Welche Diagnosen begleiten Sie in Ihrer Fachpraxis?

Wir sind spezialisiert auf Kinder und Jugendliche mit neurodivergenten Verhaltensmustern wie ADHS oder Autismus-Spektrum sowie auf emotionale Regulationsstörungen, Schulangst und Traumata. In unseren geschützten 1:1-Einheiten schaffen wir gezielte Entlastung und Stabilität.

Was passiert, wenn mein Kind unberechenbar reagiert oder laut wird?

Solche Reaktionen sind für uns vertraut und vollkommen in Ordnung. Als staatlich anerkannte Erzieherin leite ich die Situationen mit Ruhe und professioneller Handlungssicherheit. Unser Therapiepferd ist speziell geschult und geht gelassen mit unruhigen Verhaltensweisen um.

Wird in jeder Einheit geritten oder arbeiten Sie auch vom Boden aus?

Es wird keineswegs nur geritten. Die pferdegestützte Intervention umfasst vielfältige Begegnungen am Boden: Kontaktaufnahme, achtsames Putzen, Führen, Beobachten und Entspannen. Welche Elemente gewählt werden, richtet sich ganz nach der Verfassung und den Bedürfnissen Ihres Kindes.

Wie werden die Einheiten abgerechnet und gibt es Fördermöglichkeiten?

Grundsätzlich richtet sich unser Angebot an Selbstzahler, was einen unkomplizierten Start ohne Wartezeiten ermöglicht. Je nach Voraussetzung gibt es Möglichkeiten zur Kostenübernahme: über die Eingliederungshilfe des Jugendamts (§ 35a SGB VIII), über den Entlastungsbetrag der Pflegekasse bei bestehendem Pflegegrad oder im Einzelfall auf Antrag bei Krankenkassen.

Was müssen wir zum ersten Kennenlerntermin mitbringen und beachten?

Bitte bringen Sie festes, geschlossenes Schuhwerk für sich und Ihr Kind, wetterfeste Kleidung, die schmutzig werden darf, sowie einen passenden Fahrrad- oder Reithelm mit. Da unser Hof ein reizarmer Rückzugsort ist, bitten wir um ein ruhiges Verhalten ohne Rennen oder Schreien. Zudem gilt ein striktes Fütterungsverbot für alle Tiere.

Dürfen Eltern oder Geschwisterkinder bei den Einheiten dabei sein?

Das Erstgespräch und Kennenlernen führen wir gemeinsam mit Ihnen als Begleitperson durch. Die regulären Fördereinheiten finden anschließend bewusst im geschützten 1:1-Setting ohne Eltern oder Geschwister statt, um Reize zu minimieren und dem Kind einen eigenen Erfahrungsraum zu schenken.

Finden die Einheiten auch bei schlechtem Wetter statt?

Ja, unsere Einheiten finden grundsätzlich auch bei Regen oder Schnee statt, angepasst an die Witterung und die Sicherheit aller Beteiligten. Die Natur und die Elemente bieten oft wertvolle Sinneserfahrungen. Nur bei extremen Wetterlagen wie schwerem Sturm stimmen wir Ausweichmöglichkeiten ab.

Haben Sie noch offene Fragen?

Gerne besprechen wir Ihr individuelles Anliegen in einem unverbindlichen Telefongespräch oder vereinbaren einen persönlichen Kennenlerntermin auf unserem Hof in Unterschleißheim.